Kiesbänke sind wertvolle Lebensräume im Fließgewässer. Sie bieten Lebensraum für Makrozoobenthos wie z.B. Köcherfliegen. Diese stehen mit den Libellen ja im besonderen Fokus unseres Projektes „Hase verbindet – Insektenvielfalt am Fließgewässer fördern“. Aber auch schützenswerte Fischarten wie Groppe und Bachneunauge profitieren von Kiesschüttungen.

In der Düte bei Georgsmarienhütte, Stadtteil Holzhausen, wurde deshalb eine rund 16 Meter lange Kiesbank eingebaut. Der Einbau erfolgte in Kooperation mit der Niedersächsischen Angelvereinigung e.V. (NWA). Anlass war ein vorhandener Sohlabsturz kurz hinter der Düte-Brücke an der Von-Galen-Straße. Für den Unterbau verwendete der Unterhaltungsverband Nr. 96 „Hase-Bever“ regionalen Natursteinschotter in verschiedenen Korngrößen.

Die Kiesbank wurde auf der gesamten Gewässerbreite (ca. 6m) aufgebracht. Der Schotterauftrag betrug mindestens 30 cm. Über der Kiesfläche wurde eine Wassertiefe von mindestens 20 cm angestrebt. Wenn es gelingt, Kiesbänke so in die Strömung einzubauen, dass sie nicht mit Feinsediment zugesetzt werden, entstehen für viele Tierarten wertvolle Lebensräume. In den kleinen Zwischenräumen zwischen dem Gestein kann dann das Gelege und die Jungtiere unterschiedlichster Arten geschützt aufwachsen.

Zum Schutz des angrenzenden Bodens wurde während der Arbeiten eine mobile Baustraße verlegt. So wurde eine Verdichtung des Unterbodens durch die schweren Baugeräte vermieden.
Fotos: Niclas Otto, UHV96




