Bach im Fluss 2026: Jury-Bereisung an der Wierau

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Wir haben uns mit dem Projekt „Strukturverbesserung und Durchgängigkeit an der Wierau“ am Wettbewerb „Bach im Fluss“ der Kommunalen Umwelt-Aktion (UAN) beworben.
Mit tatkräftiger Unterstützung durch den UHV 96, die Gemeinde Bissendorf, den FSV Wissingen e.V. und zahlreichen Schülerinnen und Schülern aus den umliegenden Bissendorfer Schulen konnten wir den Unterlauf der Wierau ökologisch aufwerten, auch um die Klimaresilienz der Wierau zu verbessern.

Ausgangssituation:
Das Gewässerbett der Wierau war im Bereich vor und kurz nach der Querung Mindener Straße sehr breit mit geringer Struktur-, Substrat- und Strömungsvielfalt. Der hydraulische Stress war hier sehr hoch. Im Gewässer befand sich kaum Totholz – trotz der Lage im Wald.
In Dürreperioden war der Wasserstand auf breiter Fläche viel zu gering. Sohlschwellen störten zudem die Durchgängigkeit.

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Maßnahmen:
Es wurden zwei höhenneutrale, strukturreiche Sohlgleiten anstelle der Sohlschwellen
geschaffen. Totholz wurde lagestabil als Strömungslenker und zur Initiierung einer
Inselbildung eingebaut. Naturraumtypisches Hartsubstrat wurde als Lenkbuhne und
Kiesbank eingebracht.
Eine leicht in der Höhe abfallende deklinate Ausrichtung initiiert eine Auskolkung im
Gewässerbett, die bei Dürre einen Rückzugsort für die Wasserbewohner darstellt. Die Anordnung und Ausrichtung wurde während des Einbaus zwischen Bauleitung und
Umweltbaubegleitung abgestimmt.

Die Maßnahmen wurden in der fließenden Wierau vom zuständigen Unterhaltungsverband
96 Hase-Bever
umgesetzt. Die Arbeiten wurden im Rahmen von Bachbaustellen mit dem
Fischereiverein Wissingen und den umliegenden Schulen unterstützt. Hier wurde zum
Beispiel der Kies verteilt und an unzugängliche Stellen gebracht. Insgesamt nahmen in
diesem Zeitraum ca. 140 Schülerinnen und Schüler an den Bachbaustellen teil.

Ergebnisse:
Die Wierau wurde im Gewässerbett ökologisch enorm aufgewertet, so dass sich Struktur- Substrat- und Strömungsvielfalt – und dadurch auch die Artenvielfalt-deutlich verbessert haben. Im Strömungsschatten haben sich Auflandungsbereiche und somit Flachwasserzonen
entwickeln können. Die Dürreresilienz wurde durch das Einengen des Niedrigwasserprofil
verbessert und Auskolkungen initiiert.

Wir freuen uns über die Berücksichtigung unseres Beitrages und sind sehr gespannt auf die Rückmeldung der Jury.

Die Maßnahme fand innerhalb des DUH-Projektes „Westausbreitung für den Fischotter“ statt, das von der Deutschen Postcode Lotterie finanziell unterstützt wird.

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